Bergkamen rüstet auf: In diesem Jahr will Poco – bereinigt mit Wachstum – zwischen 3 und 4 Prozent mehr umsetzen als 2019. Das verriet Poco-Geschäftsführer Thomas Stolletz im INSIDE 1130. Im Jahr 2019 lag der Gesamtumsatz bei 1,7 Mrd Euro. Künftig sollen Online beziehungsweise Omnichannel ihren – wachsenden – Anteil haben. Aktuell machen die Online-Geschäfte etwa 10 Prozent aus. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren den Turbo im E-Commerce gezündet, stellen die Häuser modern auf“, so der Poco-Chef letzte Woche zum INSIDE.
Für die digitale Modernisierung und Expansion ist eine perfekte Logistik essentiell. Dazu rücken die Bergkamener nun ein wenig Richtung Osten vor, nach Bönen: Einige Kilometer vom bisherigen (und auch weiter als Lager genutzten) Logistik-Standort entfernt, wird bald ein zusätzliches Zentrum bezogen, in dem die derzeit etwa 100 Online-Logistiker arbeiten werden. Das berichtet der Hellweger Anzeiger. Ab Mai werden in Bönen in einem 34.000 qm großen Logistik-Komplex neue Lagerflächen in Betrieb gehen. Bis zu 12 m hohe Regale werden dort künftig für Artikel wie Kleinelektrogeräte, Kleinmöbel, Deko- und Baumarktartikel genutzt, die bundesweit versandt werden. Künftig soll die Anzahl der Mitarbeiter in Bönen bei 200 liegen.
Auch stationär wird weiter investiert: Ab 2023 sollen neue stationäre Filialen eröffnet werden. Aktuell sind 125 Poco-Märkte am Netz. Strategisch besonders wichtig: Die Modernisierung der Flächen wird fortgesetzt, um mit wertigeren Geschäften auch neue Zielgruppen besser anzusprechen. Dazu gehört auch, dass das Thema Nachhaltigkeit dort stärker präsentiert werden soll. Stolletz nennt ein prominentes Beispiel: „Wenn Sie sich einen modernen Lidl-Markt ansehen, dann wissen Sie, wie ein Poco-Markt der Zukunft aussehen soll.“