Zum Hauptinhalt springen

 

 

 

EuroComfort investiert

30 Millionen für den eigenen Schaum

22.12.2021 | 12:31

EuroComfort-Inhaber Thomas Bußkamp hat am Ende des Jahres eigentlich die Nase voll. Auf der einen Seite haben ihm die Preissteigerungen aus der Vorlieferindustrie zugesetzt, die Logistikkosten sind zudem explodiert. Auf der anderen Seite wurde der Druck der Großabnehmer zumindest mal nicht leichter. Parallel verändert sich der ganze Markt, im Beddingsegment nochmal mehr. Bußkamp: „Die Ketten sind massiv gestört.“

 

Doch der Inhaber der EuroComfort-Gruppe mit Sitz in Bocholt holt vor diesem Hintergrund nochmal mächtig aus statt klein beizugeben. Rund 30 Mio Euro investiert Bußkamp nun in eine eigene Schaumfabrik an seinem polnischen Standort bei Leszno. Um die Pläne herum gibt es vor Ort einige Aufregung. Die Kommentarspalten auf elka.pl, dem regionalen Medienunternehmen, dem Bußkamp das erneute Investment in der Region gerade ausführlich erklärt hat, sind recht voll. 

 

Bußkamp hat aktuell mehr als zwölf Werke am Netz, allein in der Region um Leszno um die 150 Mio Euro in den vergangenen Jahren investiert. 35 Mio Euro davon in einen neuen Logistikstandort und weitere Logistikmaßnahmen. Warum jetzt der eigene Schaum? Klar, da sind zum einen die Preissteigerungen und die Unsicherheiten in der Versorgung der eigenen Werke. Zum anderen sind da aber auch die Pläne einiger Schaumproduzenten, eigene Matratzenmarken aufzubauen. Bußkamp: „Wir werden hier schon ganz klar machen, welche Position wir mit EuroComfort im Markt haben.“

 

EuroComfort kommt im laufenden Jahr auf rund 400 Mio Euro Umsatz. Mehr als 6.000 Mitarbeiter sind an Bord. Umsatz bestens, Rendite Katastrophe: So ist das Bußkamp-Jahr 2021 wohl am besten auf den Punkt zu bringen.

 

Das Wachstum kommt auch stark aus den eigenen Betten- und Polsteraktivitäten. In Sachen Polster rund um die Ewald-Schillig-Kollektion steht für 2022 zudem ein personeller Umbruch an, der in diesem Jahr bereits eingeleitet worden ist: Manfred Merten wird sich perspektivisch im Laufe des nächsten Jahres in die Rente verabschieden. Mit Benedikt Gräter ist der Nachfolger im Vertrieb bereits an Bord und mit Merten im Markt unterwegs. Und EuroComfort-Geschäftsführer Rainer Brockmöller ist bei den Polstern weiter die treibende Kraft.

Login

Hier zum Newsletter anmelden: